Paul Klee, D. Garten zur roten Sonnen blume, 1924, 12, Aquarell auf Papier auf Karton, 31,8 x 41,4 cm, Zentrum Paul Klee, Bern, Paul Klee-Stiftung der Burgergemeinde Bern -
Paul Klee, D. Garten zur roten Sonnen blume, 1924, 12, Aquarell auf Papier auf Karton, 31,8 x 41,4 cm, Zentrum Paul Klee, Bern, Paul Klee-Stiftung der Burgergemeinde Bern
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13.03. – 05.09.2010

Paul Klee. Seltene Früchte

Paul Klee. Seltene Früchte ist eine Ausstellung fernab von gängigen Klischees und fixierten Bildern. Gezeigt werden Schätze aus einem grenzenlosen Fundus von Formen und Gestalten, die einen neuen Blick auf Klees Schaffen und seine Suche nach eigenen bildnerischen Ausdrucksformen präsentieren.

Die Ausstellung ist chronologisch gegliedert und führt den Besucher im ersten Teil durch verschiedene Stationen in der Landschaftsmalerei Paul Klees. Auf die anfänglich sensiblen Umsetzungen eines unmittelbaren Natureindruckes folgen gestalterische Fragestellungen. Die Heirat mit Lily Stumpf und der Umzug nach München brachten eine örtliche wie inhaltliche Wende. Die urbanen Szenerien standen nun im Mittelpunkt der Auseinadersetzung.

Um 1910 bringt Klee die kubistisch inspirierte Zerlegung des Raums in geometrische Formen hin zur Abstraktion. Dies eröffnet für ihn eine neue Bildwelt, aus welcher imaginäre Figuren und Wesen entstehen. Ein Gegensatz zu diesen fiktiven Darstellungen stellte die rein formale Auseinandersetzung in der Bauhauszeit dar. Es boten sich Klee Grenzen in der Darstellung von Innen- und Aussenräumen. In den letzten Jahren vor seinem Tod (1940) konnte Klee aus einem riesigen Fundus an Formen und Figuren schöpfen, die ihm mit einem spontanen und schnellen Zugriff darauf ein neues Verhältnis zur Zeit und eine Annäherung an das Wesen der Bilder veranschaulichte.