Ausschnitt Johann Heinrich Füssli (1741 - 1825), Robin Gutfreund - Puck, 1787 - 1790, Öl auf Leinwand, 106 x 82 cm, Museum zu Allerheiligen Schaffhausen -
Ausschnitt Johann Heinrich Füssli (1741 - 1825), Robin Gutfreund - Puck, 1787 - 1790, Öl auf Leinwand, 106 x 82 cm, Museum zu Allerheiligen Schaffhausen
Ausstellungen 31.03. - 15.07.2012

L’Europe des esprits - die Magie des Unfassbaren von der Romantik bis zur Moderne

Eine Ausstellung in Kooperation mit dem Museum für moderne und zeitgenössische Kunst, Strassburg.

Die Magie des Unfassbaren und Übersinnlichen ist seit Jahrhunderten ein wichtiges Thema in der Kunst. Hexen, Feen und Dämonen aus dem Volksglauben und der Literatur aber auch spiritistische Praktiken wie Tischerücken und Mystik faszinierten Künstler in Publikum stets in neuer Weise. Die Ausstellung L’Europe des esprits – die Magie des Unfassbaren von der Romantik bis zur Moderne beleuchtet die Bedeutung des Spirituellen, der Esoterik und des Okkulten für die europäische Kunst in einem weit gespannten Bogen. Sie setzt an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert ein, einer Zeit, in der die vom Rationalismus der Aufklärung ins Dunkel verdrängte Welt der Mythen, Geister und Dämonen wieder auflebte. Mit dem fortschreitenden 19. Jahrhundert verstärkte sich das Interesse an okkulten und paranormalen Phänomenen. Während die einen deren Existenz mit Hilfe neuer wissenschaftlicher Methoden wie beispielsweise der elektromagnetischen Strahlung sichtbar zu machen versuchten, setzten sich andere mit den Weltreligionen und besonders mit östlichen Glaubenshaltungen auseinander. So die 1875 ins Leben gerufene Bewegung der Theosophischen Gesellschaft oder die zu Beginn des 20. Jahrhunderts von Rudolf Steiner begründete Anthroposophie, die sich beide der Erkundung der universellen geistigen Prinzipien des Seins widmeten. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts suchten die Künstler des Symbolismus hinter der materiellen Erscheinung der Dinge eine tiefere, geistige Wahrheit und nach Mitteln zu deren künstlerische Darstellung. Und zu Beginn des 20. Jahrhunderts setzte die künstlerische Moderne mit ihren Abstraktionstendenzen zu einem massgeblichen Entwicklungsschritt an. Und auch dieser ging mit einer dezidierten Abwendung von der materiellen Welt einher. Künstler wie Wassily Kandinsky, Piet Mondrian, Theo van Doesburg oder Johannes Itten fanden sich von theosophischen und esoterischen Lehren ihrer Zeit angezogen.

Zur Ausstellung ist ein Lesebuch erschienen.

Eröffnung

Freitag, 30. März 2012, 18 Uhr
Auditorium

Peter Fischer
Direktor Zentrum Paul Klee
Serge Fauchereau
Kurator
Michael Baumgartner
Kurator

Musikalische Umrahmung: Bruno Kliegl, Glasharmonika
Mit Werken von Chr.W. Gluck, W.A. Mozart, L.v. Beethoven, F. Schubert, R. Schumann, A.N. Skrjabin, O. Messiaen

Begleitprogramm zur Ausstellung

Führung «Geister Zug».
Mittwoch, 25.4.2012, 18 Uhr
Eine unheimliche Führung mit Taschenlampe und spannungsvoller Musik
CHF 5 + Ausstellungseintritt.
Die Anzahl der Teilnehmenden ist beschränkt.
Nur auf Voranmeldung: Tel.: 031 359 01 94;

«Geisterstunde – Wie das 19. Jahrhundert
das Jenseits und seine Bewohner neu erfand»
Mittwoch, 23.5.2012, 18 Uhr
Vortrag und Ausstellungsbesuch mit Dr. Helmut Zander
CHF 5 + Ausstellungseintritt.
Ohne Anmeldung.

Tim Krohn liest aus «Vrenelis Gärtli»
mit musikalischer Begleitung von Anna Trauffer (Bass und Gesang)
Mittwoch, 6.6.2012, 19.30 Uhr
CHF 15
Vorverkauf: www.kulturticket.ch; Tel. 0900 585 887 (CHF 1.20/Min.)

Familienmorgen «Morgenröte»
Sonntag, 10.6.2012, 10.30–12 Uhr
CHF 10 pro Familie + Ausstellungseintritt.
Anmeldung: 031 359 01 61 /

Literarische Führungen mit Michaela Wendt
«Sehr beeindruckt mich das spürbar Unsichtbare.»
Sonntag, 22.4., 15 Uhr
Sonntag, 29.4., 15 Uhr
Mittwoch, 9.5., 13 Uhr
Mittwoch, 16.5., 13 Uhr

CHF 5 + Ausstellungseintritt; kein Vorverkauf; Dauer 60 Minuten

Private Führungen für Gruppen: 031 359 01 94; 

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Programm November bis Januar