We 12.11.2008

Medienmitteilung Creaviva Wettbewerb der Mobiliar

Creaviva Wettbewerb der Mobiliar: Finalisten aus Thun, Biel und Arlesheim

Im Sommer 2008 wurden zum zweiten Mal Schulklassen aus der ganzen Schweiz eingeladen, im Rahmen des Creaviva Wettbewerbs der Mobiliar zu zeigen, wie sie – ausgehend von Paul Klee - mit ihren eigenen Mitteln ein Kunstprojekt konzipieren können. Die Ende Oktober nominierten Finalisten erhalten für die Realisierung ihres Projekts einen Werkbeitrag von je 2500 Franken. Die Finalisten sind Oberstufenklassen des Gymnasiums Thun-Seefeld, des Gymnase français de Bienne und der Sekundarschule Arlesheim. Im Juni 2009 wird das beste Werk ausgezeichnet.

Der Creaviva Wettbewerb der Mobiliar  wurde von der Mobiliar Versicherung und dem Kindermuseum Creaviva im Zentrum Paul Klee 2006 initiiert, um Oberstufenklassen zu gemeinsamen kulturellen Projekten zu motivieren und sie bei deren Umsetzung auch finanziell zu unterstützen. Dass es sich um Gemeinschaftsprojekte handelt, ist eine wichtige Wettbewerbsauflage. Dadurch sollen Jugendliche nicht nur für Kunst und Kultur sensibilisiert werden, sondern auch in ihrer Sozialkompetenz und Eigenverantwortung gefördert werden.

"Der Goldene Fisch im Seefeld-Weiher" heisst das Projekt, das die Prima des Gymnasiums Thun-Seefeld umsetzen wird. „Der Goldene Fisch“ aus Paul Klees gleichnamigen Werk wird dabei in eine dreidimensionale Lichtinstallation transformiert und den Weiher auf dem Schulgelände neu beleben. Ein weiterer Bezug zu Paul Klee ist die Villa Lüthi, heute ein Schulgebäude des Gymnasiums Thun-Seefeld, in der Paul Klee anlässlich der Heirat von Käthi Lüthi und Rolf Bürgi 1934 zu Gast war.

"Klee – what else?" ist der Titel des zweiten Berner Projekts der Klassen 2D und 1D des Gymnase français de Bienne. Ausgangspunkte dieser Arbeit sind die bekannte Aussage von Paul Klee „Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern macht sichtbar“ und seine Theorie der „bewegten Linie“. Das Resultat sind sechs „clips“ mit thematischem Bezug zu Klees künstlerischem und pädagogischem Werk, die auch als Werbespots für das Kindermuseum Creaviva eingesetzt werden könnten.

Die 8. Klasse der Sekundarschule Arlesheim hat sich mit der Idee des Schattenkabinetts auseinandergesetzt. Lineare Bilder von Paul Klee werden aus Draht nachgebildet, mit Schweinwerfern beleuchtet und so auf die umliegenden Wände projiziert. Von einem Motor angetrieben, sollen sich die Bilder nicht ruhen, sondern sich im Reigen drehen.

Die drei Finalisten haben nun ein halbes Jahr Zeit, um ihr Projekt zu realisieren. Im Juni 2009 wird die Jury die Werke der Finalisten vor Ort besichtigen und das beste auszeichnen. Die Siegerklasse gewinnt eine Klassenreise im Wert von 4000 Franken.

Am Wettbewerb haben insgesamt 16 Klassen teilgenommen, die Hälfte der eingereichten Projekte stammt aus dem Kanton Bern. Da für Lehrpersonen solche Projekte mit viel Aufwand verbunden sind, soll der Preis auch eine Wertschätzung des persönlichen Engagements von Lehrkräften ausdrücken.

Die Mobiliar ist Gründungspartnerin des Zentrum Paul Klee.