Zentrum Paul Klee
Bern
05/09/14—11/01/15
Antony Gormley.
Expansion Field
Th 17.09.2009

Medienmitteilung Eröffnung der Ausstellung «Offene Tatsachen»

«schwarz auf weiss»

Die Interaktive Ausstellung im Creaviva lädt Familien ein, ich spielerisch und gestaltend auf die Begegnung mit dem Leben und dem Werk von Paul Klee einzustimmen. Mit  «schwarz auf weiss» ermöglicht das Creaviva ab dem 19. September 2009 einen Blick in die Umgebung des Künstlers. Wir erleben Paul Klee in der Küche, im Arbeitszimmer, in der Wohnstube und in einer Art Galerie – und das durch die Beschäftigung mit einem alltäglichen und gleichzeitig ganz besonderen Material: Mit der Zeitung.

Im Zentrum von «schwarz auf weiss» stehen vier Räume. Vier Mal werden auf sehr unterschiedliche Art und Weise bemerkenswerte Aspekte des Lebens und Nachlebens von Paul Klee erlebbar. In «schwarz auf weiss» dreht sich vor dem Hintergrund der aktuellen Ausstellung «Paul Klee – Leben und Nachleben» (18. September 2009 bis 24. Mai 2010 im Zentrum Paul Klee) alles um das Thema Zeitung.

Ausgangspunkt für diese Ausstellung war ein wichtiges Merkmal im Werk von Paul Klee: Die Verwendung unterschiedlichster Materialien. Zu diesen gehört nebst Jute und Karton – die Zeitung. Klee nutzte sie hundertfach als Malgrund für seine Arbeiten. Nicht immer ist die Zeitung als solche jedoch erkennbar, oft verschwindet sie gänzlich unter den vielen Farbschichten.

In der Küche wird die leicht geweißte Zeitung zum Malgrund für neue Kunstwerke. Als Paul Klee 1906 mit seiner Frau Lily nach München zog, wohnten sie in einer kleinen Wohnung. Man erzählt sich, dass Lily Klee im Wohnzimmer Klavierunterricht gab, während Paul Klee die Küche als Atelier nutzte.

Ein weiteres Zimmer in der Interaktiven Ausstellung verweist als Arbeitszimmer auf seine Zeit am Bauhaus – Buchstaben werden zu Satzbausteinen und Bildbausteinen. Zitate von Klee sind an die Wand projiziert und fordern zum spielerischen Umgang mit der Sprache heraus.

Am Eingang zum Wohnzimmer steht eine Vitrine mit unterschiedlichsten Gebilden aus Zeitungspapier. Die auf dem Wohnzimmertisch liegende Zeitung lädt dazu ein, auf wundersame Weise Faltobjekte entstehen zu lassen. Das Wohnzimmer ist der Ort der Familie; hier verschwimmt die Grenze zwischen Kunst und Alltag.

In einer Art Galerie schliesslich wird eine Auswahl seiner auf Zeitungspapier geschaffenen Arbeiten präsentiert. Zudem lässt sich hier die Zeitung als Objekt und als Trägerin von Informationen erleben.

«schwarz auf weiss» ist der erste Teil einer dreiteiligen Ausstellungsfolge unter dem Titel «offene Tatsachen». Der zweite Teil wird sich zum Stichwort «Klangentdeckung» ab dem 17. Januar bis zum 11. März 2010 mit Paul Klees Beziehung zur Musik beschäftigen, während sich der dritte Teil vom 12. März bis zum 30.Mai 2010 unter dem Titel «was Wissen schafft» mit dem Schaffen von Prof. Maurice E. Muıller, Initiant und Gründer des heutigen Zentrum Paul Klee, sowie Gründer und Stifter des Kindermuseum Creaviva und seiner Beziehung zu Paul Klee befasst.

Die Interaktive Ausstellung im Creaviva eröffnet dem Besucher ab dem 19. September 2009 bis zum 16. Januar 2010 vier Räume, die stellvertretend für wichtige Stationen im Leben von Paul Klee stehen. Vernissage ist am Freitag18. September um 17 h.