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Die Paul Klee-Sammlung im Zentrum Paul Klee
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Theater im Zentrum Paul Klee

«Dies steht fest, dass wir zwei ausgesprochene Theaternarren sind. Alles, was an Bretter und Kulissen mahnt, das greift tief in unsere Seele, und von diesem Gefühl war ich heut wieder einmal erfüllt.»
(Brief Paul Klee an seine Verlobte Lily Stumpf vom 13.12.1901)


"Viele nennen Paul Klee einen Zauberer, er war keiner, er zauberte nicht. Er war ein Erfinder, der Zauberhaftes fand“, so ein Schüler am Bauhaus über den Lehrer Klee. Er hat die Welt, die natürliche, kreatürliche, sinnliche mit den Mitteln der Malerei zu ergründen versucht. Aber nicht nur. Gerade die Theaterpuppen, die Klee über Jahre kreiert hat, die Bühnenprospekte für das selber gebaute Puppentheater, die überlieferten Improvisationen zwischen Vater und Sohn zeigen Paul Klees Faszination an der darstellenden Figur, am dreidimensionalen Bild und an der gespielten Geschichte. Nicht wenige Bilder Klees thematisieren die Bühne, den Schauspieler, die Tänzerin, eine Bühnenlandschaft. In seinen Bildtiteln – "der Einfall, sich zu verkleiden", „Kinder spielen Theater“, "Wander-Artist" und viele andere  – weist Klee über das Bild hinaus und entpuppt sich als verschmitzter und pointierter Poet und Geschichtenerzähler.

Wie die Malerei versucht auch das Theater zu ergründen. Dabei greifen beide auf verwandte Mittel zurück. Die Ansätze von Paul Klee zur Malerei, die er in seinem Beitrag „exakte versuche im bereich der kunst“ 1928 für die Zeitschrift bauhaus formuliert hat, sind auch für das Theater gültig: "man lernt hinter die fassade sehen, ein ding an der wurzel fassen. man lernt erkennen, was darunter strömt, lernt die vorgeschichte des sichtbaren. lernt in die tiefe graben, lernt blosslegen. lernt begründen, lernt analysieren."

Das Theaterprogramm im Zentrum Paul Klee
Das Theater im Zentrum Paul Klee lebt von seiner räumlichen Nähe und in der Auseinandersetzung zur ausgestellten Kunst. Eindrücke, die im Gang durch die Sammlung oder die Wechselausstellung entstanden sind, werden im Theater erweitert, bestärkt oder in Frage gestellt. Dadurch regt es zu weiterführenden Gedanken über das Wahrnehmen und Schauen, Fragen und Suchen im Allgemeinen, über das Darstellen und Abstrahieren in der Kunst im Besonderen an.

Das Zentrum Paul Klee lädt regelmässig Theaterschaffende aus dem In- und Ausland ein, die sich in ihrer Arbeit im weitesten Sinne auf Paul Klee beziehen und die Theaterstücke mit starkem bildnerischem Akzent im Repertoire haben, insbesondere Material-/Objekttheater und Figurentheater. Wie Paul Klee dem Material besondere Aufmerksamkeit schenkte, mit den verschiedensten Malgründen und Farben laborierte, seinen Bleistiften Namen wie "Grütli" und "Robert der Teufel" gab, beseelt auch das Objekttheater die Dinge und macht das Material zum Spielpartner.

Im Anschluss an viele Aufführungen (z.T. auch in öffentlichen Proben) bietet sich die Möglichkeit, den Theaterschaffenden bei der Arbeit zuzuschauen und sich in Workshops aktiv mit Theaterformen auseinander zu setzen. Neben Theateraufführungen finden im Zentrum Paul Klee auch Tanzvorstellungen und Lesungen statt.



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Paul Klee, Ohne Titel (Breitohrclown), 1925, Zentrum Paul Klee, Bern, Schenkung Livia Klee.



Paul Klee, der Bauer vom Kasperltheater, 1939, 1200 (MN 20), Zentrum Paul Klee, Bern, Schenkung Livia Klee
Paul Klee, der Bauer vom Kasperltheater, 1939, 1200 (MN 20), Zentrum Paul Klee, Bern, Schenkung Livia Klee


  © 2009, Zentrum Paul Klee, Monument im Fruchtland 3, Postfach 3000 Bern 31, Tel. +41 (0)31 359 01 01, Fax +41 (0)31 359 01 02, E-Mail:
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