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Ausstellung der Medizinischen Fakultät der Universität Bern: «Paul Klee und seine Krankheit»

Das 200-Jahr-Jubiläum der Medizinischen Fakultät der Universität Bern fällt in das Eröffnungsjahr des Zentrum Paul Klee. Klees Krankheit, die Sklerodermie, hat das Spätwerk des Künstlers (1879–1940) deutlich beeinflusst.

1935 erkrankte Paul Klee schwer an einer rätselhaften Krankheit. Hautveränderungen und Erkrankungen der inneren Organe traten auf. Erst 14 Jahre nach seinem Tod erschien in der Fachliteratur erstmals die Krankheitsbezeichnung «Sclerodermie». Diese Diagnose blieb aber hypothetisch, da sie sich auf keine ärztlichen Aufzeichnungen stützen konnte.

Paul Klee gelang es, das schwere Leiden kreativ zu verarbeiten. Auf höchst beeindruckende Weise schuf er in den fünf Krankheitsjahren ein umfangreiches Spätwerk, das sich stark von seinem früheren Schaffen unterscheidet und in dem sich Schicksal und Leiden widerspiegeln. Mit Stift und Feder hielt er in vielen umrissartigen Zeichnungen seine Verfassung, seine Not, Angst, aber auch seine Zuversicht und Hoffnung tagebuchartig fest. Es ist beeindruckend, dass der Maler in seiner Leidenszeit auch immer wieder humorvolle Nuancen in seine farbintensiven Bilder einspielte.

Ausstellung
Sa 5. bis So 27. November
Di bis So 10 bis 17 Uhr
Do 10 bis 21 Uhr
(montags geschlossen)

Ort
Forum

Eintritt
CHF 20 (inkl. Besuch der Eröffnungsausstellung «Kein Tag ohne Linie» und der Sammlungspräsentation).

 

Öffentliche Referate
Mi 9. November 2005, 19 bis 23 Uhr

Aktuelle medizinische Aspekte der Sklerodermie
Prof. Dr. med. Peter Villiger, Direktor der Universitätsklinik für Rheumatologie und klinische Immunologie/Allergologie am Inselspital Bern.

Der Einfluss der Erkrankung auf das künstlerische Schaffen von Paul Klee
Dr. med. Hans Suter, Fahrni b. Thun

Ort
Auditorium

Eintritt
Gratis (exkl. Besuch der Ausstellungen)



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Paul Klee, das Auge, 1938, 315 (T 15), Zentrum Paul Klee, Bern, Leihgabe aus Privatbesitz.
Paul Klee, das Auge, 1938, 315 (T 15), Zentrum Paul Klee, Bern, Leihgabe aus Privatbesitz.



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