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Renzo Piano – Visionen und Werk eines weltberühmten Architekten

«Der Beruf des Architekten ist eine abenteuerliche Tätigkeit: Ein Grenzberuf in der Schwebe zwischen Kunst und Wissenschaft, auf dem Grat zwischen Erfindung und Gedächtnis, zwischen dem Mut zur Modernität und echter Achtung der Tradition. Der Architekt lebt notgedrungen gefährlich. Er arbeitet mit allen Arten von Rohstoffen, womit ich nicht allein Beton, Holz und Metall meine, sondern ebenso Geschichte und Geografie, Mathematik und Naturwissenschaften, Anthropologie und Ökologie, Ästhetik und Technologie, Klima und Gesellschaft. Mit all diesen Dingen muss er sich täglich messen. Der Architekt übt die schönste Tätigkeit der Welt aus. Denn auf diesem kleinen Planeten, auf dem bereits alles entdeckt worden ist, ist das Entwerfen noch eines der grossen möglichen Abenteuer.»
Renzo Piano
 
Sein Leben als Architekt

  • Geboren am 14. September 1937 in Genua als Sohn einer Bauunternehmer-Familie.
  • Studien an den Universitäten von Florenz und Mailand. Diplomierung 1964 am Polytechnikum von Mailand.
  • Während des Studiums Mitarbeit im Büro von Franco Albini und Perfektionierung der praktischen Ausbildung in den Fussstapfen seines Vaters.
  • Zwischen 1965 und 1970 Zusammenarbeit mit Louis I. Kahn in Philadelphia und mit Z.S. Makowsky in London; zahlreiche Studienreisen und Forschungstätigkeit. Begegnung mit Jean Prouvé: Beginn einer engen Freundschaft, die Leben und Arbeit von Renzo Piano stark beeinflusste.
  • 1971: Gründung der Gesellschaft Piano & Rogers mit dem Architekten Richard Rogers: Gemeinsame Projekte, so u. a. das Centre Georges Pompidou in Paris.
  • 1977: Gründung des Büros Piano & Rice mit Peter Rice. Zusammenarbeit mit dem Ingenieur Peter Rice bis zu dessen Tod im Jahre 1993.
  • Zurzeit leitet Renzo Piano je ein Atelier in Genua, Paris und Berlin, die unter dem Namen Renzo Piano Building Workshop (RPBW) vereint sind. Im Renzo Piano Building Workshop arbeiten Architekten, Ingenieure und weitere Spezialisten zum Teil seit Jahren zusammen.


Seine bisherigen Werke (Auswahl)
1978  Centre National d’Art et de Culture Georges Pompidou, Paris, Frankreich.
1981 De Menil Collection, Houston (Texas), USA.
1991 Die neue Kirche für Padre Pio, San Giovanni Rotondo (Foggia), Italien.
1995 Cy Twombly-Pavillon, Houston (Texas), USA.
1996 Museum für zeitgenössische Kunst, Varnamö, Schweden.
1997 Museum für die Fondation Beyeler, Basel.
1997 National Centre for Science and Technology Amsterdam, Netherlands.
1997 Renovation und Erweiterung des Harvard University Art Museum, Cambridge (Massachusetts), USA.
1998 Convent des Kapuzinerordens, San Giovanni Rotondo (Foggia), Italien.
1998 Kulturzentrum Jean Marie Tjibaou, Nouméa, Neukaledonien.
1998 Zentrum Paul Klee, Bern, Schweiz.
      
Renzo Piano ist für sein Schaffen in den letzten zwanzig Jahren international mit 26 Preisen, Ehrenmitgliedschaften und Dres
h. c. ausgezeichnet und geehrt worden.



Weiterführende Links
Renzo PIano Building Workshop (RPBW).
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