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Das „Kindermuseum“ richtet sich an alle Menschen von 4–99 Jahren, die im Zentrum Paul Klee ihre eigenen schöpferischen Kräfte entdecken und fördern wollen. Im Vordergrund stehen das spielerische Entdecken und die „kindliche Neugierde“, die in jedem Menschen schlummert. Zur Hauptsache wird der Betrieb des „Kindermuseums“ durch die private Stiftung Fondation du Musée des Enfants auprès du Centre Paul Klee (FME) finanziert. Diese wurde im Juni 2002 vom Zentrums-Gründer Maurice E. Müller mit der Vision ins Leben gerufen, durch vielfältige Vermittlung kultureller Werte einen nachhaltigen Beitrag an die gesellschaftliche Entwicklung zu leisten. Den Aufbau des „Kindermuseums“ hat „Die Mobiliar“ mit einem namhaften Beitrag entscheidend mitfinanziert. Namenswettbewerb Das „Kindermuseum“ erhält künftig einen eigenen Namen. Dazu ist im März 2004 ein Namenswettbewerb unter Schulklassen lanciert worden. Die Namensevaluation ist noch im Gange. Gestaltung der Angebote Für die Gestaltung der Angebote sind Fachleute aus allen Gebieten der Kunst und der Vermittlung für die Konzeptarbeit beigezogen worden. Paul Klees Leben und Werk und dessen Kontext bildet auch im „Kindermuseum“ die inhaltliche Basis. Elementare Workshops zu Bildender Kunst, Literatur, Musik, Tanz, Theater sowie Architektur richten sich ab Eröffnung an Jung und Alt: „Klees Puppenfiguren herstellen“, „Architektur des Zentrum Paul Klee für Kinder und Familien erfahrbar machen“, „Dichten und Lesen zu Bildern von Klee“, „Experimentell Fotografieren“ oder „Eine Farbklangmaschine bauen“ sind nur einige der Arbeitstitel. Als Besonderheit können Spontanbesuchende während der Öffnungszeiten ohne Voranmeldung in einem betreuten Atelier tätig werden. Freizeitkurse, regelmässige Konzerte, Theatervorstellungen, Bilder-Vernissagen oder Spezial-Führungen von jungen Menschen für junge Menschen haben ihren festen Platz. Frei zugängliche Wechsel-Installationen im Bereich des „Kindermuseums“ werden von Kunstschaffenden in Zusammenarbeit mit Kindern und Jugendlichen thematisch inszeniert. Diese lehnen sich thematisch an die Wechselausstellungen der Sammlung an. Für Schulklassen werden ab Juni 2005 massgeschneiderte Kursmodule von zwei Stunden bis zu mehrwöchigen Projekten angeboten, die inhaltlich weit über das Gebiet der Bildenden Kunst hinaus reichen. Gemeinsam mit der museumspädagogischen Abteilung des Kunstmuseums Bern entwickelt das „Kindermuseum“ Lernmodule zu Paul Klee, die sich an ein breites Publikum richten. Darin finden sich Anregungen zu Themen wie „Steinbruch Ostermundigen“, „Puppentheater“, „Klees Maltechniken“, „Fische“, „Farbe“ oder „Park“. Mit dem MAMO (Musée de l’Art Moderne) Strasbourg ist eine didaktische CD-ROM zu Klees „Andacht zum Kleinen“ in Vorbereitung. Weitere Projekte mit der Universität Bern, der Hochschule der Künste Bern und dem Schweizerischen Blindenverband sind in Erarbeitung. Gemeinsam mit Kinder- und Jugendorganisationen der Stadt Bern sollen einmalige Kulturprojekte in Angriff genommen werden, die auch ausserhalb des Zentrums wirken können. Das Konzept des „Kindermuseums“ sieht integrale Angebote für geistig und körperlich Behinderte vor und setzt insgesamt auf eine kinder- und familienfreundliche Innenarchitektur. Schulklassen und Lehrkräfte Ein wichtiges Zielpublikum für das künftige „Kindermuseum“ sind Schulklassen und deren Lehrkräfte. Deshalb wurde der Kontakt zur Lehrerschaft bereits im Vorfeld der Eröffnung intensiv gepflegt: So fanden zahlreiche Baustellen-Begegnungen statt, Weiterbildungs-Kurse wurden ausgeschrieben und via Fachpresse soll der Lehrerschaft aufgezeigt werden, wie die vielfältigen Angebote im Zentrum Paul Klee und im „Kindermuseum“ zur Erfüllung der Lehrpläne genutzt werden können. Ab Eröffnungstag soll für die Lehrerschaft ein umfassendes Dienstleistungsangebot in Form von Beratung und Austauschforen zur Verfügung stehen. Deshalb wird bereits ab anfangs Januar 2005 ergänzend zum Auftritt des Zentrum Paul Klee die Website des „Kindermuseums“ aufgeschaltet, die in erster Linie kunstdidaktische Schwerpunkte setzt. Professionell begleitet wird dieser Auftritt von Spezialisten für E-Learning. Erste Messeauftritte Seinen ersten Messe-Auftritt hat das „Kindermuseum“ vom 6. – 15 Juli 2004 an der jährlich stattfindenden Lehrmittel-Messe „MAGISTRA“ in Winterthur. Vom 2. – 16. August 2004 präsentiert sich das „Kindermuseum“ im Berner Hauptbahnhof im Rahmen des SBB-Programms „Kulturbahnhof“. In diesen zwei Wochen wird eine „kulturelle Baustelle“ für Gross und Klein inszeniert, die dem Publikum einen ersten Vorgeschmack auf den Betrieb des „Kindermuseums“ geben soll. Vom 27. – 29. Oktober 2004 ist das Kindermuseum an der internationalen Bildungsmesse „WORLDDIDAC“ in Basel vertreten. Im Rahmen des nationalen Festivals „Science & Cité“ vom 19. – 24. Mai 2005 präsentiert sich das „Kindermuseum“ zusammen mit dem Psychologischen Institut der Uni Bern mit einer Produktion zum Thema „Visuelle Wahrnehmung“. Seit 2004 ist das „Kindermuseum“ Mitglied des MEDIAMUS (Schweizerischer Verband der Fachleute für Bildung und Vermittlung im Museum). Mittelfristig lautet das Ziel, als Gastgeber für nationale und internationale Fach-Symposien auch auf dem Gebiet der Kunstvermittlung regelmässige und nachhaltige Impulse zu ermöglichen. Per 1. Juli 2004 verstärkt die 32jährige Kunsthistorikerin Christin Markovic das Team des „Kindermuseums“. Sie war zuvor verantwortlich für den Aufbau der Kunstvermittlung im Museum Franz Gertsch in Burgdorf. Stiftungsrat Der Stiftungsrat der Fondation du Musée des Enfants auprès du Centre Paul Klee setzt sich wie folgt zusammen:
- Herr Prof. Dr. med. Maurice E. Müller, Bern, Präsident
- Frau Janine Aebi-Müller, Bottmingen, Vize-Präsidentin
- Frau Corinne Mariéthoz-Aebi, Haute-Nendaz
- Herr Prof. Dr. iur. Franz Kellerhals, Bern
- Herr Ted Scapa, Bern
- Frau Laurence de Cecco, Genf
Ich danke Ihnen herzlich für Ihre Aufmerksamkeit.
(Es gilt das gesprochene Wort)
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