Home | Presse | Kontakt | E-Postkarten | Sitemap |  
  Homepage ZPK    
Ueber uns
Sparten
Programm
Kindermuseum Creaviva
Business Center
Besucherinfo
 
Deutsch
English
Français
 
Vision und Auftrag
Die Architektur
Die Umgebung
Newsletter
Medien
Medienmitteilungen 2008
Medienmitteilungen 2006
Medienmitteilungen bis 2005
Pressebilder
Organisation
Stellenangebote
Freiwilligenengagement
Beteiligte, Partner
Stand der Arbeiten, 17. Dezember 2004

Sehr geehrte Damen und Herren

 

Am Montag, 20. Juni 2005, öffnet das vom italienischen Architekten Renzo Piano in Bern realisierte Zentrum Paul Klee seine Tore erstmals und zu allererst für das Publikum. Am 17. Juni 2005, drei Tage vor der offiziellen Eröffnung, sind die Medienschaffenden anlässlich einer Medienkonferenz zu einer Vorbesichtigung eingeladen. Wir bitten Sie schon heute, sich diesen Termin zu reservieren.

 

Am 17. Juni dieses Jahres haben wir die Medien orientiert, dass wir bis zur Eröffnung einmal pro Quartal, jeweils am 17. Tag des betroffenen Monats, über den aktuellen Stand orientieren werden. Gerne bedienen wir Sie daher heute mit dem zweiten Newsletter.

 

Bezug der Räumlichkeiten / Aufgehen der Paul-Klee-Stiftung (PKS) in der Stiftung Zentrum Paul Klee

Am 16. November 2004 haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung des Zentrum Paul Klee ihre definitiven Arbeitsplätze im Hügel Süd des Zentrum Paul Klee bezogen. Die neue Adresse lautet, nach einem Werk von Paul Klee, Monument im Fruchtland.

 

In den letzten Tagen ist der Umzug der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Paul-Klee-Stiftung, die auf Ende Jahr in der Stiftung Zentrum Paul Klee aufgeht, erfolgt. Während mehr als 50 Jahren war die Paul-Klee-Stiftung, mit Standort im Kunstmuseum Bern, die zentrale wissenschaftliche Stelle für Fragen zu Paul Klee. Ganz nach Plan werden der Hügel Mitte Anfang Januar und der Hügel Nord Mitte März 2005 bezugsbereit sein.

 

Die Bestände des Zentrum Paul Klee

Mit über 4’000 Werken Paul Klees verfügt das Zentrum Paul Klee über die weltweit grösste monographische Sammlung von internationaler Bedeutung (Bestände der Paul-Klee-Stiftung, Schenkung Livia Klee, Leih- und Dauerleihgaben Alexander Klee sowie Hinterlegungen privater Sammler).

 

Die Gründerfamilie Müller hat Stadt und Kanton Bern bei der Realisierung ihres Vorhabens, für Paul Klee in Bern ein eigenes Museum zu schaffen, seit 1998 mit privaten Mitteln in einer Gesamthöhe von rund CHF 80 Millionen geholfen. Im Gegenzug haben die Behörden das Versprechen abgegeben, dass alle sich in öffentlichem Besitz befindlichen Klee-Werke dereinst im Zentrum Paul Klee zusammengeführt würden. Die Rede war von rund 20 zusätzlichen Klee-Werken, die sich im Besitz des Kunstmuseums Bern befinden, wovon einige für die künstlerische Entwicklung Paul Klees von grosser Bedeutung sind.

 

Ab 2002 setzte Widerstand gegen dieses Versprechen ein mit der Begründung, Klee habe einen wichtigen Stellenwert in der Sammlung des Kunstmuseums Bern und müsse dort auch gezeigt werden können. In der Folge wurde von den beiden Häusern eine Vereinbarung erarbeitet, die seit Juni 2004 rechtskräftig ist und den beiden Häusern gegenseitig bei Leihgesuchen erste Priorität einräumt. Um die Umsetzung dieser Vereinbarung voranzutreiben, hatte die Fondation Maurice E. Müller (Chirurgiestiftung) eine zusätzliche Forderung an die Auszahlung von CHF 10 Millionen Sponsoringgeldern geknüpft: Die Klee-Werke des Kunstmuseums sollten im Depot des Zentrum Paul Klee gelagert werden.

 

Die Fehlinformationen und Verunglimpfungen der letzten Monate haben Prof. Dr. Maurice E. Müller Anfang November veranlasst, die CHF 10 Millionen seiner Chirurgiestiftung – im Interesse der Sache – ohne zusätzliche Bedingungen auszubezahlen. Einige der erwähnten 20 Klee-Werke würde das Zentrum Paul Klee gerne im Rahmen der ersten Sammlungspräsentation zeigen. Das entsprechende Leihgesuch des Zentrums an das Kunstmuseum Bern von Mitte Juni dieses Jahres ist hängig.

 

Finanzierung gesichert

Nachdem sich die Fondation Maurice E. Müller im November bereit erklärt hat, die in Aussicht gestellten CHF 10 Millionen ohne zusätzliche Bedingungen auszuzahlen, hat auch der Grosse Rat des Kantons Bern in seiner November-Session das Gesuch des Zentrum Paul Klee um einen Beitrag in der Höhe von CHF 7'934’000.- aus dem Lotteriefonds für Einrichtungen und Ausstattungen positiv verabschiedet.

 

Die zusätzlichen Mittel werden vom Zentrum Paul Klee für folgende Bereiche eingesetzt: die multimediale Ausstattung der Museumsstrasse, der Veranstaltungsräume und der Sammlungspräsentation, die Beschaffung eines zeitgemässen Audio-Guide-Systems, die Realisierung des Fussgänger-Informationssystems „Wege zu Klee“, das von der Stadt Bern zum Zentrum Paul Klee und bis nach Ostermundigen führt, sowie Teilbereiche der Museumstechnik, der Restaurierung und des Facility Managements. Mit diesen zusätzlichen Mitteln sind der Bau des Zentrums ausfinanziert und gute Voraussetzungen für das Zentrum geschaffen, mittelfristig genügend Eigenmittel zu erwirtschaften. Der Beschluss untersteht dem fakultativen Finanzreferendum.

 

In der Fragestunde der Novembersession hatte Grossrat Peter Eberhart, Erlenbach (SVP) die Frage gestellt, mit wie viel Geld die einzelnen Eintritte in verschiedene Institutionen subventioniert werden. Die Rechnung lautet: Alle Beiträge von Sponsoren, Vereinsgelder, Beiträge von Stadt und Kanton, nach Abzug der Eintrittserlöse, dividiert durch die Anzahl bezahlter Eintritte. Die Berechnungen gemäss Vorschlag des Fragestellers haben folgendes Resultat (Basis: Rechnung  2003) erbracht. Subvention pro Eintritt:

 

Kunstmuseum Bern:
(bei 57'000 Besuchern)
CHF   90.00
Kunsthalle Bern:
(bei 10'700 Besuchern)
CHF 112.50
Schweizerisches Alpines Museum:
(bei 25'000 Besuchern)
CHF   33.50
Stadttheater Bern:
(bei 240'000 Besuchern)
CHF 174.00
Zentrum Paul Klee:
(bei geschätzten 150'000 Besuchern)
CHF   14.60

 

Eröffnungsausstellung – Kein Tag ohne Linie

Den Satz „nulla dies sine linea“ (Plinius) – wie man ihn auch übersetzen mag: ‚kein Tag ohne Zeichnung/Linie; keine Zeit ohne Schreiben' – notierte Paul Klee im Jahre 1938 in sein Werkverzeichnis unterhalb der Werknummer 365, eine Zeichnung mit dem Titel Süchtig.

Das Spätwerk Klees ist charakterisiert durch eine unvergleichliche quantitative Steigerung seines Schaffens, insbesondere im zeichnerischen Bereich. Am 2. Januar 1940 schreibt Paul Klee dem Kunsthistoriker und Freund Will Grohmann: „Das Jahr war bildnerisch reich. So viel habe ich nie gezeichnet, und nie intensiver. Zwölfhundert Nummern im Jahr 39 sind aber doch eine Recordleistung.“

 

Das Kriterium der Quantität wird in der Eröffnungsausstellung konzeptionell strukturiert und zyklisch thematisiert und als Gegenbild zur Sammlungspräsentation inszeniert. Die Auswahl wird aus einer umfassenden Substanz von kalligraphischen Bleistift- und Tuschzeichnungen sowie Kleisterfarbenblättern zusammengestellt, in denen die Hintergründigkeit in Klees Lebenserfahrung und Weltanschauung zum Ausdruck kommt. Diese Ebenen seines Werkes sind der Öffentlichkeit meist weniger bekannt. Farbige Einzelwerke und Tafelbilder werden mit diesen Zeichnungen in Beziehung gestellt.

 

Paul Klee beendet sein Lebenswerk im Todesjahr 1940 mit der Werknummer 366; eine konzeptionelle Überlegung? Denn 1940 war ein Schaltjahr. Klee beschloss sein Werkverzeichnis mit den Werknummern eines kompletten Jahres, ein biografisches Kriterium, das einen Zusammenhang mit dem tagebuchartigen Aspekt und der auf den Tag des Jahres bezogenen – inhaltlich assoziativ weiterwirkenden – Sentenz ‚nulla dies sine linea' herstellt.

 

Mit der Eröffnungsausstellung und der Sammlungspräsentation wird Paul Klee im Rahmen von zwei ausgesprochen heterogenen Präsentationsformen in den Dialog mit sich selbst gesetzt, deren Wechselwirkungen die Rezeption Klees intensivieren, die das Erlebnis seiner Kunst steigern. Das Zentrum Paul Klee stellt damit Paul Klee exklusiv monographisch in den Mittelpunkt seiner ersten Präsentationen.

 

Sammlungspräsentation – Ausstellungsarchitektur

Die Detailpläne für die Präsentation der rund 250 Werke im Hügel Mitte auf einer Fläche von 1’750 Quadratmetern bei einer Raumhöhe von zwischen 11 Metern (Seite Museumsstrasse) und 8 Metern stehen. Sie wurden während der vergangenen Monate vom Renzo Piano Building Workshop (RPBW) Paris in Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen des Zentrums, der Abteilung Sammlung, Ausstellungen, Forschung und der Abteilung Kommunikation und Vermittlung erarbeitet. Entstanden ist eine offene, dem Bau entsprechende Raumstruktur, die zugleich die erforderlichen Intimität schaffen wird, damit sich die meist kleinformatigen Werke von Paul Klee optimal entfalten und die Besucherinnen und Besucher die Kunstbetrachtung geniessen können. Der bekannte Schweizer Künstler, Rémy Zaugg, ist vom Zentrum Paul Klee beauftragt worden, Originaltexte von Paul Klee in die Sammlungspräsentation künstlerisch zu integrieren.

 

Freiwilligenarbeit am Zentrum Paul Klee

Das Zentrum Paul Klee wird in den Bereichen Information/Auskunft, Grafikvorlage, Aufsicht, Kindermuseum, Shop und Aussenkontakte freiwillige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einsetzen. Damit werden keine bezahlten Arbeitsplätze ersetzt, sondern zusätzliche Leistungen ermöglicht, von denen in erster Linie die Besucherinnen und Besucher profitieren können und damit die Attraktivität des Zentrum Paul Klee steigern. Die öffentliche Orientierungsveranstaltung, die das Zentrum Paul Klee Ende Oktober durchführte, ist auf ein unerwartet  grosses Interesse bei der Bevölkerung gestossen. Nach Ablauf der Anmeldefrist vom 30. November 2004 sind bei uns 180 definitive Anmeldungen eingegangen. Unter den Interessenten befinden sich emeritierte Professoren der Musikwissenschaft und der Medizin, Kunsthistoriker, Architekten, Studierende sowie Vertreterinnen und Vertreter der unterschiedlichsten Berufsrichtungen. Die Bandbreite bezüglich Alter ist gross, das Verhältnis Frauen zu Männern ist etwa 4 zu 1.


Ab Januar wird das Zentrum Paul Klee mit allen Bewerberinnen und Bewerbern Einzel- und Gruppengespräche führen und Vereinbarungen abschliessen, ab März / April beginnt die Schulung innerhalb der Teams für den Einsatz ab Eröffnung des Zentrums am 20. Juni 2005.

 

Für weitere Auskünfte stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

 

Mit freundlichen Grüssen

Ursina Barandun

Leiterin Kommunikation

und Vermittlung



nach oben

  © 2008, Zentrum Paul Klee, Monument im Fruchtland 3, Postfach 3000 Bern 31, Tel. +41 (0)31 359 01 01, Fax +41 (0)31 359 01 02, E-Mail:
  Impressum | Rechtliche Hinweise