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Die Stiftung des Konzertpianisten und Komponisten Nico Kaufmann (1916-1996), vergibt jährlich ein Stipendium an eigenwillige junge Musikerinnen und Musiker. Eva Aroutunian erhielt den Preis für wichtige künstlerische und musikpädagogische Basisarbeit. An ihrem Konzert in der Hochschule Musik und Theater Zürich anlässlich der Preisübergabe durch den Zürcher Stadtpräsidenten Elmar Ledergerber, präsentierte sie sich zunächst als Pianistin von Format. Ihr Programm mit Werken von Skrjabin, Kurtág, Messiaen, Kagel und theatralen Kinderstücken von Sokolov interpretierte sie mit fabelhaftem Feingefühl für agogische Bewegungen, Klang, Dynamik und genau nachvollziehbarem Energiefluss. Dazwischen intervenierten Schülerinnen und Schüler von Eva Aroutunians Klasse für Kinder-Musiktheater am Genfer Conservatoire mit musiktheatralischen Aktionen nach John Cage, George Macunias und Christopher Hobbs mit einer Präzision, einem Witz und einer Präsenz sondergleichen. Hier leistet die Pianistin ganz wichtige musikpädagogische Basisarbeit, die sie hoch originell, spielerisch, durch und durch künstlerisch und mit Fingerspitzengefühl Kindern und Jugendlichen ermöglicht. Stiftungsrat und Jury - 2006 waren dies unter dem Vorsitz von HMT-Rektor Daniel Fueter die beiden Pianistinnen Brigitte Meyer und Irène Schweizer - bemühen sich darum, die Preisverleihung ganz im Geiste Kaufmanns zu tun, der als Konzertpianist, aber auch als Komponist des Cabaret Cornichon Grenzüberschreitungen liebte.
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