Ursula.
Blühendes Gift
- Exposition
- 5.3.2027–27.6.2027

Die deutsche Künstlerin Ursula Schultze-Bluhm (1921–1999), die ihre Werke einfach mit «Ursula» signierte, zählt heute zu den spannendsten Wiederentdeckungen der europäischen Nachkriegskunst nach 1945. Als Autodidaktin entwickelte sie eine völlig eigenständige künstlerische Sprache und war zugleich eng mit den internationalen Avantgarden ihrer Zeit vernetzt.
Zwischen Informel, Art Brut und Surrealismus schuf sie ein Werk, das sich jeder Einordnung entzieht, und das durch seine geheimnisvollen, abgründigen, aber auch humorvollen Bildwelten fasziniert. Ihre Arbeiten greifen auf antike und mittelalterliche Motive zurück, die sie mit eigenwilligen Erfindungen, Beobachtungen aus Literatur und Alltagswelt sowie Eindrücken von ihren Reisen verbindet. Über Jahrzehnte entwickelte Ursula in und mit ihren Bildern einen eigenen Kosmos voller fantastischer Wesen, Traumlandschaften und persönlicher Mythen und reagierte damit auf die Erfahrungen von Krieg, Zerstörung und Zusammenbruch nach 1945.
Die Ausstellung im Zentrum Paul Klee ist die erste museale Retrospektive der Künstlerin in der Schweiz. Rund 120 herausragende Werke aus allen Schaffensphasen – darunter das seit 56 Jahren vergessene Gemälde Schloss und Reich des Lirad, das im Zuge der Ausstellungsrecherchen wiedergefunden wurde – laden dazu ein, eine aussergewöhnliche Künstlerpersönlichkeit zu entdecken, deren Werk bis heute nichts von seiner Aktualität verloren hat.
Kurator: Martin Waldmeier

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5.3.2027–27.6.2027